Am vergangenen Wochenende fand das FILM OHNE GRENZEN Festival im schönen Brandenburger Bad Saarow statt. Es war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, die sehr bewegende Filmauswahl und die engagierten Beiträge des Jugendprogramms miterleben zu können. Die präsentierten Filme können wir nur wärmstens empfehlen.
Das Festival wurde mit dem Kurzfilm „Gedenken“ eröffnet, in dem sich Schüler*innen im Konfirmandenunterricht mit der Geschichte der Stolpersteine für die ermordeten Juden von Bad Saarow beschäftigten. Die Filmemacher Anna Faroqhi und Haim Peretz leiteten auch die Produktion von mehreren anderen Filmprojekten des von uns geförderten Jugendprogramms, in dem sich Jugendliche das ganze Jahr mit Themen wie Toleranz und Menschlichkeit beschäftigten.
Im Anschluss folgte der sehenswerten Hauptfilm des ersten Abends, „Hannah Arendt – Denken ist gefährlich“ , der das Leben, Schreiben und Wirken der großen politischen Theoretikerin eindrucksvoll nachzeichnet. Heute startet der Film in den deutschen Kinos – wir finden, ein „Must-see“!
Am 2. Festivaltag präsentierte eine Schüler-Jury die von ihnen ausgewählten Filme: „Samia“, die Geschichte der somalischen Läuferin Samia Yusuf Omar, die 2008 bei Olympia in Peking antrat und 2012 auf der Flucht vor dem islamistischen Regime im Mittelmeer ertrank. Ein tief bewegender Film über eins von vielen unmenschlichen Schicksalen, der ungeschönt und doch sehr einfühlsam mit diesem Thema umgeht. Als zweiten Film wählte die Schüler-Jury den irischen Film „Christy“ gewählt, der wie auch die anderen gezeigten Filme „22 Bahnen“ oder „Mit der Faust in die Welt schlagen“ eindrücklich verschiedene Herausforderungen des Aufwachsens in unserer westlichen Gesellschaft thematisiert. Alle drei sind absolut sehenswert und wir können nur empfehlen, sich das Festival fürs nächste Jahr schon vorzumerken!
Wir freuen uns sehr, dass wir einen kleinen Beitrag zur Unterstützung dieses wichtigen Festivals leisten durften. Unser Dank geht an die Festivalleiterinnen Susanne Suermondt, Tanya Berndsen und Yvonne Borrmann sowie an die Filmemacher Anna Faroqhi und Haim Peretz für ihren großen Einsatz für Toleranz, Empathie und soziales Miteinander mit dem Jugendprogramm von FILM OHNE GRENZEN.