Dass das zuka solicafé in Freiburg ein besonderer Ort ist, spürt man direkt beim Betreten des „Hauses der Jugend“. Das helle, barrierefreie Café strahlt eine warme Atmosphäre aus, in der jeder unabhängig von Einschränkungen oder Herkunft willkommen ist. Der Verein „zusammen leben e.V.“ hat hier einen Begegnungsraum geschaffen, der einerseits ein Mittagsangebot mit solidarischem Preiskonzept anbietet, andererseits eine inklusive berufliche Perspektive in der Gastronomie.
„zusammen leben e.V.“ hat am Fuße des Freiburger Schönbergs vor über zehn Jahren mit der Gründung eines inklusiven Gemeinschaftsgartens den Grundstein einer Vision gelegt, bei der vieles möglich wird: interkulturelle und inklusive Begegnung, Berufsorientierung und diverse Kultur- und Bildungsangebote. Hier werden jungen Erwachsenen mit Behinderungen niedrigschwellige, bedürfnisorientierte Angebote zur Berufsorientierung im Rahmen eines Praktikums oder FSJs ermöglicht. Insgesamt gärtnern hier auf ca. 3500qm rund 250 Menschen aus 16 Ländern regelmäßig zusammen und lernen viel über ökologischen Anbau.
Ein Ort für Teilhabe, Gemeinschaft und Berufsperspektiven
Ein zweiter inklusiver Begegnungsort wurde von „zusammen leben“ mit dem solidarischen zuka solicafé im Haus der Jugend geschaffen. Dieses ermöglicht nun auch im Gastronomie-Bereich verschiedene Berufsorientierungen und Beschäftigungsangebote für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen an. Damit begegnet das Projekt einer großen Versorgungslücke in Freiburg und Umgebung, in der es auch viel zu wenige inklusive Freizeit‑ und Ausbildungsangebote gibt. Die vorhandenen Plätze sind weit im Voraus vergeben, denn meistens bleiben Menschen mit Behinderung eine echte Wahlfreiheit bei Beschäftigungsmöglichkeiten verwehrt. Im zuka solicafé werden sie von einer Inklusionsfachkraft individuell begleitet und erleben im vielfältigen Team Wertschätzung und verlässliche Alltagsstrukturen. Wie der Gemeinschaftsgarten bietet auch das Café inklusive FSJ‑Plätze und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und der UN‑Behindertenrechtskonvention, die ein inklusives Arbeitsleben und echte Wahlmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen einfordern.
Inklusive Kultur‑ und Bildungsangebote für alle
Neben der Berufsorientierung ist das zuka solicafé ein lebendiger Begegnungsort. Monatlich finden hier mehrere inklusive Kultur‑ und Bildungsangebote statt, die gemeinsam mit Menschen mit Diskriminierungserfahrungen entwickelt und umgesetzt werden. Das Ziel: gesellschaftliche Spaltung abbauen, Solidarität fördern und Räume schaffen, in denen Vielfalt selbstverständlich gelebt wird.
Der erfolgreiche Ansatz von „zusammen leben e.V.“, inklusive und diverse Begegnungsräume zu schaffen, die vielfältige Gemeinschaft und Solidarität fördern, wurde mehrfach ausgezeichnet. Denn das zuka solicafé ist ein Ort für echte Teilhabe und Förderung von nachhaltiger Landwirtschaft, der maßgeblich dazu beiträgt, drängenden Herausforderungen unserer Gesellschaft zu begegnen. Dies unterstützt die Barbara Carl Stiftung gerne finanziell.
Jeder ist herzlich eingeladen, das offene Mittagstischangebot oder eins der vielen kulturellen Angebote im zuka solicafé kennenzulernen. Der großzügige Gastraum des barrierefreien zuka solicafé im Haus der Jugend in Freiburg‑Wiehre bietet auch für Menschen mit schweren Behinderungen mit einer „Toilette für alle“ die notwendige Infrastruktur für selbstbestimmte Teilhabe.