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Damit Betroffene von sexueller Gewalt nicht allein bleiben

Frauenhorizonte Freiburg informiert mit neuer Kampagne über ihre praktische Unterstützung, Beratungs- und Präventionsarbeit.

Sexualisierte Gewalt nimmt in Deutschland weiter zu: Laut Bundeskriminalamt wurden 2025 über 14.400 Vergewaltigungen und insgesamt mehr als 131.000 Sexualdelikte erfasst. Hinter jeder Zahl – und der noch weit aus höheren Dunkelziffer – stehen Menschen, die Schutz, Beratung und Unterstützung benötigen. Sexualisierte und häusliche Gewalt betreffen vor allem Mädchen und Frauen – oft im Verborgenen als Beziehungstaten, oft mit langfristig traumatischen Folgen. Viele Betroffene wissen nicht, an wen sie sich wenden können, haben Angst vor rechtlichen Schritten oder scheuen den Weg in eine Beratungsstelle. Gerade deshalb braucht es niedrigschwellige, gut sichtbare und professionelle Hilfsangebote.

Frauenhorizonte Freiburg unterstützt Betroffene nach sexualisierter Gewalt mit fachkundiger Beratung, Krisenhilfe, Begleitung zu medizinischen oder juristischen Terminen sowie umfassender Präventionsarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, Betroffene und Angehörige dort zu erreichen, wo sie Unterstützung suchen: im sozialen Umfeld, in Beratungsstellen und in den Quartiersbüros der Stadt. Zu den schnellen Hilfsangeboten zählt die 24/7 Rufbereitschaft für Betroffene in akuten Krisen, psychosoziale Beratung, Begleitung zu Polizei und Klinik sowie Unterstützung in Gerichtsverfahren. Außerdem stärkt Frauenhorizonte durch Schulungen für Quartiersmitarbeitende, praxisnahe Leitfäden, Informationsmaterialien und öffentliche Aufklärung sowohl die Handlungssicherheit von Fachkräften als auch das gesellschaftliche Bewusstsein für sexualisierte Gewalt. Durch Präventionsarbeit in Schulen, Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit trägt die Beratungsstelle dazu bei, Gewalt gegen Frauen zu enttabuisieren und das Hilfesystem bekannter zu machen.

Damit noch mehr Betroffene über die vielfältigen Unterstützungsangebote des Frauenhorizonte-Teams Bescheid wissen, erweitert die Beratungsstelle in diesem Jahr ihre Öffentlichkeitsarbeit. Da die Finanzierung von Frauenhorizonte, in deren Einzugsgebiet etwa 800.000 Menschen leben, nur zu 70% mit öffentlichen Mitteln gedeckt werden, ist das Team von zehn hauptamtlichen Mitarbeitenden auf Spenden angewiesen. Unsere Stiftungsförderung finanziert neues Informationsmaterial, mit dem Stadtteil- und Quartiersbüros ausgestattet werden, sowie die Schulung von Sozialarbeitenden und eine Plakatkampagne im Freiburger Stadtgebiet. Das Ziel ist es, mehr betroffene Frauen zu erreichen, Hemmschwellen abzubauen und Wege in die Unterstützung zu erleichtern.

Nachdem im Frühjahr die Informations- und Sensibilisierungsmaterialien weiterentwickelt wurden, verteilte das Frauenhorizonte-Team in den letzten Monaten die  Infoboxen, Schulungsunterlagen und einen Leitfaden für Mitarbeitende in den Quartiersbüros. Von Juli bis September finden Schulungen statt, um die Teams in den 16 Freiburger Quartiersbüros für den Erstkontakt mit Betroffenen und Angehörigen zu qualifizieren. Ab September kommen Plakate im öffentlichen Raum zum Einsatz, ergänzt durch eine Social-Media-Kampagne zur öffentlichen Sensibilisierung. Unsere Förderung unterstützt so ein Angebot, das leider aktueller und notwendiger ist denn je: Frauen mit Gewalterfahrungen brauchen Schutz, Orientierung und verlässliche Begleitung – schnell, professionell und möglichst niedrigschwellig. Wir danken dem engagierten Team von Frauenhorizonte Freiburg für ihren enormen Einsatz, um Tag und Nacht Betroffenen zu helfen.

Frauenhorizonte Infobox

Die wichtigsten Eckdaten

Geförderte Einrichtung
Frauenhorizonte – Gegen sexuelle Gewalt e.V.
Zielsetzung
Betroffene von sexualisierter Gewalt auf die Hilfsangebote von Frauenhorizonte aufmerksam machen und Sozialarbeitende schulen.
Zeitraum
2026
Unser Kooperationspartner:
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