Filmprojekt startet im „Maison Baobab“

Der diesjährige Gewinner des von uns gestifteten Caligari-Filmförderpreises ist für die Dreharbeiten im Rasthaus von Rabat gewesen.
Datum: April 2026

Das Filmteam von „Maison Baobab – Das Rasthaus in Rabat“ von Regisseur Leon Scheffold hat die Drehgenehmigung erhalten und konnte letzte Woche vor Ort mit den Aufnahmen starten. Die „Maison Baobab“ ist ein von Migrantinnen selbstverwaltetes Rasthaus in der marokkanischen Hauptstadt Rabat. Rund siebzig Frauen leben hier auf engstem Raum – für einige Wochen oder Monate, auf der Durchreise, oft am Ende ihrer Kräfte. Es ist ein Ort des Schutzes, aber auch des Durchschnaufens, des Wartens und der Ungewissheit.

Das Filmprojekt richtet den Blick auf weibliche Migrationsperspektiven, die im medialen Diskurs häufig fehlen. Es erzählt von Frauen, die den afrikanischen Kontinent durchquert haben und in Marokko – kurz vor dem erhofften Ziel Europa – auf unüberwindbare politische und strukturelle Hürden stoßen. Viele von ihnen haben keine Möglichkeit, auf legalem Weg nach Europa zu kommen, und sind am Ende ihrer Kräfte. Der Regisseur gibt Stimmen Raum, die sonst kaum gehört werden. „Maison Baobab – Das Rasthaus in Rabat“ steht für Film, der nicht laut sein muss, um wirksam zu sein. Der hinschaut, wo viele wegsehen. Und der deutlich macht, dass politische Strukturen immer konkrete menschliche Biografien betreffen.

Wir sind sehr gespannt auf die filmische Umsetzung und wünschen dem Team weiterhin gutes Gelingen bei diesem Filmprojekt.

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