Stopp Nadine E.

„My Space“ für alle

Eine neue Theaterfassung des Stücks "My Space" vermittelt Jugendlichen niedrigschwellig Empowerment und Gewaltprävention.

Die steigenden Fallzahlen von Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt unter Kindern und Jugendlichen zeigen deutlich, dass Präventionsschulungen wichtiger sind denn je. Neben Workshops an Schulen wie etwa durch die Expertinnen des MuT-Zentrums haben sich auch außerschulische Theater-Veranstaltungen wie „My Space“ von Tempus fugit für die Auseinandersetzung mit dem Thema Missbrauch bewährt. „My Space“ thematisiert seit Jahren auf sensible Weise körperliche Übergriffe, Ausgrenzung, Erpressbarkeit sowie einen gesunden Umgang mit Nähe und Distanz.

Da dies auch und insbesondere für Schüler*innen an inklusiven, sonderpädagogischen Einrichtungen sehr wichtig ist, hat sich das Tempus fugit Team die Umschreibung des Stücks in einfache Sprache zur Aufgabe gemacht. Denn bei Vorführungen in Klassen mit erhöhtem Assistenzbedarf wurde klar, dass die bisherige Fassung zu schnell und sprachlich zu komplex ist. Die nötige Interaktionsfähigkeit ist nicht bei allen Schüler*innen gleichermaßen gegeben. Hier setzt die neue Stückfassung von „My Space“ in einfacher Sprache an. Sie soll gewährleistet werden, dass auch Kinder und Jugendliche mit sprachlichen oder kognitiven Einschränkungen alle Theaterinhalte erfassen und ihre eigene Kompetenz, gesunde Grenzen zu setzen, umsetzen können. Das Tempus fugit Team arbeitet dafür mit fachlich erfahrenen Netzwerkpartnern zusammen, die einen deutlichen Anstieg an sexueller Gewaltbereitschaft und wachsenden Bedarf an barrierearmen Präventionsformaten bestätigen.

Um die bisherige Lücke eines niedrigschwelligen Zugangs in der präventiven Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen zu schließen, finanziert unsere Stiftung die Erstellung der Neufassung von „My Space – in einfacher Sprache“.  Sie ermöglicht ihnen eine bessere Identifikation der eigenen Gefühle und Umgangsmöglichkeiten mit Nähe und Distanz bei übergriffigen Situationen zu erlernen. Mit der vereinfachten Sprache, angepassten Interaktionsformen und der engen Zusammenarbeit mit Expert*innen aus Inklusion, Prävention und Beratung schafft das Projekt einen sicheren Raum, der allen Jugendlichen – unabhängig von ihren sprachlichen oder kognitiven Voraussetzungen – Orientierung, Stärkung und Schutz bietet. So leistet „My Space – in einfacher Sprache“ einen unverzichtbaren Beitrag zu Teilhabe, Empowerment und Gewaltprävention in unserer Gesellschaft. Wir wünschen Theaterleiterin Karin Maßen und ihrem Team viel Freude und gutes Gelingen bei der Umsetzung und freuen uns auf die Erstaufführung im Frühjahr.

Die wichtigsten Eckdaten

Geförderte Einrichtung
Tempus fugit e.V.
Zielsetzung
Neue Theaterfassung, die Kindern und Jugendlichen mit sprachlichen oder kognitiven Einschränkungen Gewaltprävention und gesunde Grenzsetzung vermittelt
Zeitraum
2026
Unser Kooperationspartner:
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