Nadia Murad besucht Lörracher Therapiezentrum

Die Namenspatin und Friedensnobelpreisträgerin ruft zu mehr Unterstützung für die traumatherapeutische Arbeit für Geflüchtete auf.
Nadia Murad Zentrum
Am 15. Mai besuchte Nadia Murad das nach ihr benannte therapeutische Zentrum der Diakonie Lörrach in der Johanniskirche. In ihrer Begrüßung sprach Oberkirchenrätin Sabine Jung, die Vorstandsvorsitzende der Diakonie Baden, direkt die enorm wichtige, traumatherapeutische Unterstützung von geflüchteten Kindern und ihrer Familien an und richtete einen Appell an die Landesregierung für die weitere Finanzierung. Die grüne Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann sagte in ihrer anschließenden Rede zu, sich für die psychosozialen Angebote einzusetzen.
Nadia Murad berichtete mit beeindruckender Offenheit von ihrem schweren Weg aus der IS-Gewalt, Verlust vieler Familienangehöriger und von Flucht in ihr neues Leben in Baden-Württemberg. Als mutige Stimme für Opfer von sexueller Kriegsgewalt setzt sie sich weltweit für die Verfolgung der Täter ein sowie für Solidarität und Schutz der Betroffenen.
Das Nadia Murad Zentrum in Lörrach bietet als einziges spezialisiertes Zentrum für Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg umfassende Unterstützung. Neben Einzeltherapien umfasst das Angebot auch Gruppenaktivitäten und kreative Formate, die sowohl die Kinder als auch ihre Familien stärken. Durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen und weiteren Partnern wird eine ganzheitliche Betreuung ermöglicht, die unsere Stiftung sehr gerne unterstützt.
Diesen Artikel teilen:
Mehr zu diesem Projekt

Wo Kinder Traumata überwinden können

Das Nadia Murad Zentrum ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten.